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Seite 1 von 4 1974 war das jahr in dem sich mein leben, komplett veränderte.bis dahin lebte ich in sehr bescheidenen verhältnissen bei meinen eltern in wien, ging in die schule und meinem scheinbar unausweichlichen schicksal als einfacher arbeiter ohne besondere bildung entgegen. im sommer 1974 sah ich jedoch in wien, am entlastungsgerinne ein eigentümliches wasserfahrzeug das ich beherrschen und erlernen wollte. so fragte ich den besitzer dieses "windsurf-boardes" bernhard schistek, ob er mir das beibringen konnte. mit seiner zustimmung tingelte ich täglich mit meinem fahrrad von der schule direkt ans wasser und erlernt das windsurfen. im sommer 1975 eröffneten ella und bernhard schistek eine der ersten surfschulen am entlastungsgerinne (jetzt "neue donau") in wien, und ich wurde so was wie das "mädchen für alles" in der surfschule. ich organisierte die stundenpläne, riggte das material auf, pflegte die surfanzüge, half den surfwilligen beim ablegen ihrer prüfung und brachte die abgetriebenen wieder zurück zum platz. in den wintermonaten half ich nach der schule im surfshop (windsurf bazar in der löwengasse ) aus. hausaufgaben machte ich im sommer beim roten hiasl und im winter im hinterzimmer des surfshops. im gegenzug erlernte ich von ella und bernhard das windsurfen und fand in ihnen 2 große und wichtige mentoren. bei der ersten regatta die die zwei veranstalteten (nikolaus-regatta in wien) hatte es 5 grad plus. die neoprenanzüge waren damals noch für taucher geschneidert und nicht für windsurfer, ich fror elendig und der 5 kilo schwere holzgabelbaum des ten cat surfboard war für mich kaum aus dem wasser zu hieven. ich wurde damals letzter. aber trotzdem stolz darauf, da ich mit den erwachsenen diese schwierige regatta gefahren habe. damals war eine der ersten europäischen surfboardmarken "alpha windsurfing". die firma alpha windsurfing produzierte in mattighofen surfboards und montierte gekaufte teile in salzburg zu fertigen skateboards. ella engagierte sich als handelsvertreterin für alpha und tingelte mit den skate- und surfboards durch die sportgeschäfte in österreich. manchmal nahm sie mich mit und ich musste die skateboards vorführen um den einkäufern zu zeigen wie "kinderleicht" dieser neue sport war. von der firmenleitung wurde ich sogar öfters auf skateboardrennen geschickt. in frankfurt am main am ikea-parkplatz fand die europa-meisterschaft statt und ich wurde 6. im slalom. |
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1974 war das jahr in dem sich mein leben, komplett veränderte.